Zwei weitere Stolpersteine in Oberneuland für Opfer der NS-Medizinverbrechen

Im Herbst 2024 werden zwei weitere Stolpersteine in Oberneuland verlegt, für Johannes Meyer und für Bettina Denker. Johann Meyer kam 1905 zur Welt und wohnte mit seinem jüngerem Bruder und seinen Eltern in der Apfelallee 4. Er hatte in der Schule gute Noten. Bei ihm wurde, als er 27 Jahre alt war, Schizophrenie diagnostiziert. Er wurde zwangssterilisiert und nach Hadamar verlegt. Dort arbeitete er noch einige Jahre in der Gartenkolonie, bis er – vermutlich durch eine Luftinjektion, ermordet wurde. Betty Denker kam 1899 als ältestes von fünf Kindern zur Welt und wohnte in der Apfelallee 8. Sie wurde mit 19 Jahren Mutter eines unehelichen Kinders, Alfred. Sie gebar ein weiteres Kind, das wie ihr Vater Steffen hieß. Betty soll geistig behindert gewesen sein, auch wenn ihre Noten ein anderes Zeugnis ablegen. Sie wurde nach Wensen verlegt und kam dort, vermutlich durch Unterernährung, ums Leben.

Die Verlegung der beiden Stolperstein findet vermutlich Ende Oktober statt.

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